Die Künstlerin Johanna Reich (*1977) untersucht in ihren Arbeiten Fragen von Identität, Geschichte, Geschlecht und die Macht digital erzeugter Bilder. In der Ausstellung setzt sie sich mit der Frage nach der Bedeutung und Veränderung von Sprache im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz auseinander. Sprache formt unser Denken und unser Verständnis der Welt. Sie bedeutet Verständigung und Wissensaneignung sowie -weitergabe. Doch Sprache verändert sich stetig. Mit der Entwicklung von KI stellen sich neue Fragen, denn der Mensch gibt die Entwicklung und Verwendung von Sprache an die Maschine ab. Im Zentrum ihres künstlerischen Projektes steht die Frage: „Wie wird sich unsere Welt verändern, wenn KI unsere Sprachproduktion in allen Bereichen übernimmt und neue Sprachwelten und -machtbereiche entstehen?“ In Kollaboration mit einer KI und auf Basis ihrer Erfahrungen als Synästhetikerin hat Johanna Reich ihre eigene Sprache (Hynitha) entwickelt, die ihre Malereien übersetzt und Gedichte dazu verfasst.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2027 in der Städtischen Galerie in der Reithalle zu sehen.
(Bild: Aevorìs Kresta, 2025; ©Johanna Reich/VG Bild-Kunst, Bonn 2026)
https://johannareich.com/
