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    Zur Kategorie "Unterricht" <  1 2 3 4 

    Freude an gemeins. Aktivitäten ...

    Nette & niveauvolle Sie (62) möchte neue Gesichter in ihrem Leben begrüßen für anregende u. inspirierende Gespräche in Cafés, Bars und Restaurants oder Städtereisen, Konzerte, Kunst, Wanderungen mit interessanten Menschen erleben ... Freue mich auf Gleichgesinnte. ringelrangelrose@gmail.com

    Schöne ... sinnliche, reifere Frau,

    Single 62, durch eine Laune der Natur sehr attraktiv, apart, blond, braune Augen, gebildet, humorvoll, sportlich und unabhängig, möchte sportlichen Mann mit Niveau und Format für entspanntes & inspirierendes Zusammensein abseits des Alltags kennenlernen. Bitte mit Bild an: mail.an.belinda@gmail.com

    KARO.

    Endlich wieder Milonga! Blicke, Augenzwinkern, ein Lächeln, ein Nicken. "Tanzen wir?" Ich zögere. "Klar!" Ein kleinkariertes Oberhemd steht mir gegenüber. Wir umarmen uns, schwingen uns ein und gehen ein bisschen. Er ist groß, ich bin klein. Ich fixiere den Kontaktpunkt, doch sehe ich nur Oberhemd. Er führt erste Ochos und die Karos in seinem Hemd tanzen mit. Noch mehr Ochos, und aus den Karos werden Streifen. Vorwärtsocho, Ru?ckwärtsocho, halber Ocho. Aus den Karos wird ein tanzendes Gitter. Volcada. Karos stechen mir ins Gesicht. Vorwärtsocho, Rückwärtsocho, Molinete. Karos überall. Drehung, Seitschritt, Ocho. Mir wird schwindelig, ich verliere die Orientierung, verliere den Halt und brauche einen Fixpunkt. Da schnappe ich mir die Karos, stecke meine Finger hinein, grabe sie tief in die Löcher und halte fest. Wir fliiiiegen, das Gitter hält. Ups, die Musik ist aus, er reibt sich den Oberarm, schaut mich komisch an und fragt: "Wie heißt du eigentlich?". "Karo", hechele ich. (Mikroroman © Elisabeth Brosterhus)

    Sperrgebiet 2.0.

    Anfangs trafen Katja und Jan sich im UCI hoch oben über der Stadt. Einmal pro Woche, immer an einem anderen Tag, immer zu einer anderen Zeit. Saßen in ihrer Nische, sprachen über dies und das, die heißen Knie unter dem Tisch verborgen. Ihr Hunger wurde größer. Jan kaufte Schokolade und Chips und suchte mit dem Wagen nach einsamen Feldwegen. Wenn das Wetter erträglich war, liefen sie Hand in Hand zur Imbsenburg und Katja träumte von gemeinsamen Sonntagsspaziergängen durch die Westernstraße. Erst in Niederntudorf waren sie endlich unbekannt und kannten sich aus, verließen Wagen und Weg und liebten sich im Unterholz mit schmelzenden Schneeflocken auf ihren Schenkeln und Sekt aus der Thermoskanne. Die einzigen Fotos in der Öffentlichkeit stammen aus dem Freibad in Geseke. Strahlende Gesichter für Katjas Fotoalbum. Als das erste Jahr um war, zog Katja zum Studium in eine eigene Wohnung und die Gespräche und Küsse wurden bitter, wenn Jan sich nachts verabschiedete, um nach Hause zu fahren. Heute begegnet Katja nur noch selten seiner Frau auf dem Wochenmarkt. Dann schlägt ihr Herz bis zum Hals und sie versucht, an ihr vorbeizukommen, unerkannt zu bleiben wie immer.
    (Mikroroman © Natascha Hefenbrock)

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