KOLUMNE SARAH LAU

Die wunderbare Slam Poetin, Autorin und Moderatorin Sarah Lau schreibt unter dem Titel „Setzen Sie sich“ eine monatliche Kolumne für das HEFT. Alle bisher erschienenen Beiträge können Sie sich hier noch einmal anschauen.
Weitere Informationen zu Sarah finden Sie unter https://sarah-lau.de/

Das ist das Alter

»Das ist das Alter«, sage ich dir. Du wachst jeden Tag um 6 Uhr auf, nach 3 Stunden Theater verhakt sich etwas in meinem Rücken, uns wird schlecht nach einer geteilten Tüte Chips.

Mein Körper

Mein Körper ist meine Erde. Ich lege Bomben, baue Brücken, ich lasse Landkarten malen, Windräder bauen, manches vergrabe, verschütte ich hastig, dann bleibt ein Berg, ein Hügel, vielleicht ein Vulkan, mal sehen, wann er ausbricht.

Eine Ode an die Frauen/-Freundschaft

Jeder Mann schaut weniger glücklich auf seinen gefangenen Fisch als ich auf meine Freundinnen. Da ist so viel Bewunderung, so viel Freude, ich kenne keine cooleren Menschen als die Frauen in meinem Leben.

Alaaf am Arsch

»Alaaf am Arsch«, sage ich zu dir, als ich Samstagabend aus dem Fenster schaue und es schneit. Du kränkelst, meine Periode kickt und es schneit. Gerade noch mussten wir das Auto umparken, weil alle Parkplätze für den Umzug gesperrt sind.

Draußen sieht aus wie ein Adventskalender

Türchen 1, Türchen 2, Türchen 3. Komm, lass uns Türen öffnen und sehen, was sich dahinter verbirgt. Ein Umzug, 50 Kartons und 2000 Euro. Ein neuer Schrank, der alles verstaut, eine neue Lampe und Altes, das neu zur Geltung kommt.

Da ziehen Panzer durch das Land

Ich erzähle dir abends davon. Ein Zug vor meinem Zug, es ist ein regnerischer Morgen, der Sommer hat uns dieses Jahr wirklich früh verlassen und dieser Zug rollt durch. Ein Güterzug, auf jedem Abteil ein Panzer.

Von neuen Hüften, Sportlerknien und unbeugsamen Ellbogen

Ein Wochenendurlaub in Paderborn, in der Sonne im Garten liegen und tatsächlich braun werden für die anstehende Hochzeit und das entsprechende Trauzeuginnenkleid in hellrosa. Vorher Regen auf Libori, jetzt schwitzen.

Krieg und Urlaub

Nun sitzen wir da. Auf einem Balkon in einer Bucht, dessen Namen ich heute noch immer nicht aussprechen kann. Ein kleiner Hafen. Mittlerweile wissen wir, wem welches Boot gehört, wann der italienische Großvater zum Angeln rausfährt, wie oft das deuts

Wiedersehen macht Freude

»Wiedersehen macht Freude«, das hat meine Mutter früher schon immer gesagt. Vor allem, wenn man etwas ausleiht und zurückbringen soll. Doch Wiedersehen macht tatsächlich Freude

Oh, wie schön kann Panama sein?

Früher, als ich noch klein war, habe ich oft meine Mutter auf ihrer Arbeit besucht. Das war eher notwendig als wünschenswert. Wenn zuhause keiner aufpasst, passte Mama auf. Egal wo. Ein Job hat nie gereicht und niemand macht den Job so gut wie sie.